Kräuterlexikon
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Bärlauch - Allium Ursinum

Der Bärlauch oder Waldknoblauch kommt in ganz Europa und Nordasien vor. Die Trugdolden mit den weißen, sternenförmigen Blüten sitzen auf einem 10 bis 50 cm hohen, aufrechten Stängel. Der Bärlauch ist bisher nur ungenügend wissenschaftlich untersucht, die frische Pflanze und Zwiebel werden wie der Knoblauch als Gewürz verwendet.

Wirkung und Anwendung von Bärlauch
Arteriosklerose, Bluthochdruck und bei Magen-Darm-Störungen eingesetzt.

Basilikum - Herba Basilici

Der Name des Basilikums leitet sich aus dem Griechischen ab und heißt so viel wie "königliche Heilpflanze". Bei uns wird der Basilikum daher auch oft als Königskraut oder Königsbalsam bezeichnet. Nach Mitteleuropa kam die Pflanze im 12. Jahrhundert.

Basilikum ist eine einjährige Pflanze, die 20 bis 50 cm hoch auf sonnigem, humosen und nährstoffreichen Boden wächst. Sie hat einen sehr angenehmen und aromatischen Geruch. Je nach Art sind die Blüten weiß oder rötlich. Die Blätter sind eiförmig oder länglich und grün bis weinrot. Basilikum wird in der Küche gerne zum Würzen verwendet.

Wirkung und Anwendung von Basilikum:
Akne, bakterielle Infektionen, Blähungen, Insektenstiche, Krämpfe, Übelkeit, Verdauungsstörungen, Verstopfung, stärkt den Magen.

Holunder - Sambucus niger L.

Volksnamen: Holderbusch, Holler

Holunder gehört neben der Kamille zu den bekanntesten Pflanzen der Volksheilkunde. Im Juni erfreut uns der Holunder mit seinen hell leuchtenden Blüten, im September mit glänzend-schwarzen Beeren.
Der Holunder kann bis zu 10 m hoch werden. Auffallend ist der Geruch der Blüte, der nach persönlicher Empfindung von angenehm bis unangenehm eingestuft werden kann.

Holunder wächst an Waldrändern, auf sonnigen Waldschlägen oder in stark gelichteten Wäldern, wir finden ihn aber auch in der Nähe menschlicher Ansiedelungen und auf Schuttplätzen. Neben dem bekannten schwarzen Holunder kommt bei uns auch noch der Zwergholunder vor (Achtung giftig!), sowie der sehr wertvolle Traubenholunder, auch Bergholunder genannt vor. Seine Inhaltsstoffe sollen die des Schwarzen Holunders noch übertreffen.

Bereits in der Mythologie spielte der Holler eine große Rolle, wurde er doch zum Wohnsitz der schützenden Hausgöttin, Frau Holle, erhoben. Um den Holunder ranken sich eine Vielzahl von Volksbräuchen und -sitten.

Wen wundert es, dass der Holunder noch heute fest in der Volksmedizin verankert ist. Seine Blüten werden bei sonnigem Wetter im Juni gepflückt  und im September ist die Sammelzeit für die ausgereiften Beeren.

Wirkung und Anwendung:
schweißfördernd, harntreibend, blutreinigend und -verbessernd, reich an Vitaminen

Zur Beachtung:
Die Beeren des Holunders niemals roh essen - sie müssen immer leicht gekocht werden!

Johanniskraut - Hypericum perforatum L.

Familie: Johanniskrautgewächse (Hypericaceae = Clusiaceae = Guttiferae)

Johanniskraut ist eine ausdauernde, aufrechte, im oberen Teil ästig verzweigte Pflanze mit 20 bis 100 cm hoch wachsendem Stängel. Im Unterschied zu anderen Hypericum-Arten besitzen die Stängel des Johanniskraut zwei Längskanten und im durchscheinenden Licht vielfach perforiert erscheinende Blätter. Die goldgelben, unsymmetrischen Blüten fallen durch ihre zahlreichen, langen Staubblätter auf und bilden traubig zusammengesetzte Trugdolden. Beim Zerreiben der frischen Blüten, tritt ein dunkelroter Farbstoff aus.

Wirkung und Anwendung:
Medizinisch verwendet werden das aus den frischen Blüten gewonnene Johannisöl und die kurz vor der Blüte geernteten und getrockneten Zweigspitzen (Kraut). Johanniskraut beeinflusst vor allem die Begleitsymptome einer Depression wie Schlafstörungen, Nervosität usw. positiv und wirkt stimmungsaufhellend, ohne jedoch selbst müde zu machen. Die Wirkung tritt allerdings erst allmählich ein. Bemerkt man nach einer Anwendung von zwei bis vier Wochen keine Besserung, sollte unbedingt ein Arzt zur weiteren Abklärung der Beschwerden aufgesucht werden. Johannisöl hilft äußerlich bei Verbrennungen, Verletzungen, Dermatitis. Johanniskrautextrakte können die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen!

Lavendel - Lavendula officinalis

Der Name des Lavendels wird vom Lateinischen "lavare" abgeleitet, was soviel wie waschen heißt. Denn schon früher wurde der Lavendel als Wasch- und Badezusatz benutzt. Als Lavendelsträußchen oder -kissen im Kleiderschrank geben sie der Kleidung einen angenehmen Duft und vertreiben Motten.

Der Lavendel gehört zur Familie der Lippenblütler. Er wird bis zu 60 cm hoch.

Die Blütezeit ist  Juli/August. Dabei haben die Blüten eine unterschiedliche Färbung, von zart violett bis blauviolett.

Ursprünglich kommt der Lavendel aus dem Mittelmeerraum. Inzwischen findet man die Pflanze jedoch heutzutage auf allen Kontinenten. Sie wird überwiegend wegen der in ihr enthaltenen ätherischen Öle angebaut. Der Lavendel wächst am besten auf trockenen, sonnigen Hängen, an Felsen oder an Mauern. Verwendung in der Kräutermedizin finden die Blüten, die nach dem Sammeln getrocknet werden. Innerliche Verwendung findet der Lavendel als Tee. Äußerlich benutzt man Lavendelöl, das durchblutungsfördernd wirkt.

Wirkung und Anwendung:
antiseptisch, beruhigend, krampflösend, bei Erschöpfungszuständen, gereizten Nasenschleimhäuten, Gliederschmerzen, Herzbeschwerden, Kreislaufschwäche, Migräne, Nervosität, Schlafstörungen, Schwindel, Übelkeit, Zahnschmerzen.

Beruhigungsbad mit Lavendel:
Brühen Sie einen Liter Wasser und eine gute Hand voll Lavendelblüten auf und lassen Sie das Ganze für etwa 15 Minuten ziehen. Danach abseihen und dem Badewasser zugeben.

Löwenzahn - Taraxacum offizinale

Der Löwenzahn gehört zur Familie der Asteraceae / Korbblütengewächse.

Er hat viele Volksnamen, u. a. Butterblume, Pusteblume, Kuhblume, Pfaffenröhrlein, Lichterblume, Seichblume.

Seine Blütezeit ist von April bis Juni. Er kommt weltweit vor und zwar vor allem auf sonnigen, stickstoffreichen Böden (Zeigerpflanze). Er ist mehrjährig und hat tiefe Pfahlwurzeln.

Wirkung und Anwendung:
Der Löwenzahn ist bekannt als Vitaminspender und Blutreiniger zur Frühjahrskur, er wirkt harntreibend und blutdrucksenkend. Durch die vermehrte Ausscheidung von Urin wirkt er entgiftend für Gallenblase und Nieren. Wegen seiner harntreibenden Wirkung nützt man ihn auch zur Vorbeugung und Heilung bei Rheuma. Außerdem hilft er bei Verdauungsstörungen, Blähungen, Durchfall, Störungen des Gallenflusses und bei Appetitlosigkeit. Äußerlich nimmt man ihn als Wurzeltinktur bei Ekzemen und anderen Hautkrankheiten. Der Milchsaft kann Hautausschläge verursachen.

Löwenzahn in der Küche
In der Küche ist der Löwenzahn fast ein Alleskönner. Verwendete Teile sind Blätter, Wurzeln, Blütenknospen und Blüten. Junge Blätter isst man roh in Salat, nimmt sie als Spinatersatz, für Gemüsegerichte, feingehackt als Brotbelag, Kräuterbutter, Kräuterkartoffeln oder Eierspeisen. Frische Blüten (ohne Kelch) streut man über Salat und Rohkost. Man macht daraus auch Sirup, Honig, Gelee oder Tee. Feste Löwenzahnknospen werden wie Kapern in Essig eingelegt oder in Sahne gedünstet.

Majoran - Majorana hortensis

Bereits die Ägypter bauten Majoran an, der im östlichen Mittelmeergebiet heimisch ist. Ägypter, Griechen und Römer würzten mit Majoran den Wein, sie versprachen sich davon eine Steigerung der Liebeskraft. Die Griechen opferten Majoran als "Weihrauch" zu Ehren von Aphrodite. Der Name stammt möglicherweise von den Arabern (marjamie = unvergleichlich). Seit dem 16. Jahrhundert findet Majoran auch in Mitteleuropa Verwendung. Majoran bevorzugt lockere, nährstoffreiche, humose Erde an einem sonnigen und windgeschützten Standort. Der beste Erntezeitpunkt ist kurz vor der Blüte.

Wirkung und Anwendung:
schleimlösend, auswurffördernd, krampflösend, harntreibend, schweißtreibend, magenstärkend, antiseptisch.

Majoran gilt als wirksames Mittel gegen Heuschnupfen, bei Trägheit der Verdauungsorgane, bei Blähungen und Durchfall.

Aufgrund seiner verdauungsfördernden Wirkung eignet sich Majoran besonders bei fetten Speisen wie Gans und Schmalz. Es gilt als "das" klassische Wurstkraut, besonders der Blutwurst, passt gut zu weißen Bohnen, Erbseneintopf, Suppen, Soßen, Pizza, Kartoffelsuppe, Sauerkraut, gehacktem Fleisch, Hammel- und Schweinefleisch, Fleischpastete und Füllmassen für Gans, zu Essig, Salaten, verschiedenen Gemüsen, Fleischgerichten, Käsespeisen, Knödeln und Bratkartoffeln. Die Samen würzen Zuckerwaren und Getränke, das Öl wird in Likören und in der Parfümindustrie für Seifen und Pomaden verwendet.

Pfefferminze - Mentha piperita

Die Pfefferminze ist eine Kreuzung aus mehreren der etwa 20 verschiedenen Minzearten. Unsere heimischen Wildformen sind die grüne Minze, die Wasserminze, die Waldminze und die rundblättrige Minze. Diese Kreuzung ist ein sehr empfindliches Geschöpf. Sie muss alle drei Jahre umgepflanzt werden, um zu verhindern, dass sie zu einer krausblättrigen Form verwildert. Deren Geruch und Geschmack ist nicht angenehm. Bei Übelkeit und Brechreiz ist Pfefferminztee wegen seiner leicht betäubenden Wirkung auf die Magenschleimhaut hilfreich. Außerdem wird Pfefferminzöl gern zum Einreiben bei Rheuma, Gicht und Nervenschmerzen benutzt.

Wirkung und Anwendung:
Gallenbeschwerden, Appetitlosigkeit, Blähungen, Brechreiz, Darmkoliken, Entzündungen der Magenschleimhaut, Magenschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Erkältung, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Beruhigungsmittel, entzündungswidrig, keimtötend, krampflösend, schmerzstillend.
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl (u.a. Menthol) Gerbstoffe Bitterstoffe Enzyme
Sammelzeit: im Frühsommer vor der Blüte

Ringelblume - Calendula officinalis

Man findet die Ringelblume in vielen Gärten. Die Ringelblume wird bis zu 60 cm hoch und hat gelbe oder orange  Blüten. Man sagt, wenn am Morgen nach 7:00 Uhr die Blütenköpfe noch geschlossen sind, wird Regen kommen.

Die Pflanze galt deswegen früher als Regenanzeiger.
Man sollte die Ringelblume bei Sonnenschein pflücken, da sie dann die größte Heilkraft hat. Die Ringelblume ähnelt sehr der Arnika, ist aber in der Heilwirkung überlegen.

Wirkung und Anwendung:
Akne, Wundheilung, Hautleiden, Ekzeme, Blutergüsse, Quetschungen, Hautdurchblutung, Insektenstiche, Geschwüre, Krampfadern, Magen- und Darmstörungen, Gallenbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Sonnenbrand, Verbrennungen, entzündungshemmend.

Verwendete Pflanzenteile: Blüten, für Tee, Aufguss oder Salbe
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Bitterstoffe, Saponine
Sammelzeit: Juni - Oktober

Rosmarin - Rosmarinus officinalis

Man findet den Rosmarin häufig wild wachsend im Mittelmeerraum. Bei uns wächst er im Garten. Kurz vor der Blüte, im Mai und Juni, werden die sehr aromatisch riechenden Blätter gesammelt.

Schon im alten Griechenland wurden die Statuen der Götter mit Rosmarin geschmückt. Rosmarin war Aphrodite, der Göttin der Liebe und Schönheit, geweiht. Aber auch heute spielt er noch eine große Rolle. Der Rosmarin gilt ebenso wie die Myrte als ein Sinnbild der Jungfräulichkeit. Neuere Forschungen haben ergeben, dass die Pflanze ein typisches Frauenmittel ist. Er hat hormonartige Wirkung und wirkt bei Zyklusstörungen. Beliebt ist Rosmarin auch in der Küche als Würzkraut.

Wirkung und Anwendung:
Niedriger Blutdruck , Müdigkeit, bei Erschöpfungszuständen, Kreislaufbeschwerden, Schwäche, Rheuma, Muskelverhärtung, Nervenschmerzen, Blähungen, Verdauungsstörungen, Völlegefühl, Alterserscheinungen, Vorbeugung bei der Mund- und Zahnpflege, krampflösend.
Rosmarin-Öl bei Migräne, Kopf-, Nerven-, Muskelschmerzen, zur Hautregeneration.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Terpene, Gerbsäure, Kampfer, Bitterstoff.
Sammelzeit: April/Mai (vor der Blüte)

Salbei - Salvia offizinalis

Salbei galt früher als Lebenselixier, als die "heilende Ratgeberin der Natur". Der Name kommt wahrscheinlich vom lateinischen "Salvus", dem Heil. Die Blätter werden kurz vor der Blüte von Mai bis September gesammelt.

Wirkung und Anwendung:
Getrocknet helfen sie bei krankhaften Schweißausbrüchen und Speichelfluss. Wirkungsvoll sind sie auch bei Magen- und Darmkatarrhen sowie bei Katarrhen der oberen Luftwege. Wegen seiner desinfizierenden und blutstillenden Wirkung benutzt man den Salbei zum Spülen und Gurgeln bei Zahnfleischerkrankungen und Mandelentzündungen. Die wirkungsvollen Inhaltsstoffe des Salbeiöls sind Cineol, Thujon und Kampfer. Sie hemmen das Wachstum von Bakterien und Pilzen oder unterbinden deren Aktivität ganz. Die Gerbstoffe wirken entzündungshemmend, die Bitterstoffe geben dem Salbei seinen angenehmen Geschmack. Tee bereitet man aus einem Teelöffel Salbeiblätter, die mit einer Tasse heißem Wasser überbrüht werden. Man lässt den Tee kurz ziehen, trinkt täglich zwei Tassen oder benutzt ihn zum Gurgeln. Auch in der Küche ist Salbei wichtig. Er ist ein aromatisches Gewürz und hilft außerdem bei der Verdauung von fetten Speisen.

Schafgarbe, Korbblütengewächs „Frauenkraut“ – Achillea millefolium

Die Schafgarbe ist in ganz Europa heimisch. Sie enthält ätherisches Öl, Azulen, Eukalyptol, Gerbstoffe, Flavone, Bitterstoffe, antibiotische Substanzen. Die Schafgarbe bevorzugt sonnige, trockene Standorte, ihre Blütenfarbe ist weiß und manchmal sogar leicht rosa. Die beste Sammelzeit ist im Hochsommer. Man findet sie an Wegrändern, auf Wiesen und Weiden. Gesammelt werden die krautigen Teile, vor allem aber die Blüten. In der Wirkung kann es die Schafgarbe fast mit der Kamille aufnehmen. Im Gegensatz zur Kamille ist sie aber sehr verbreitet und übersteht jeden Winter.

Wirkung und Anwendung:
Getrocknet findet sie in Teemischungen Verwendung. Sie wirkt blutreinigend, blutstillend und krampflösend, hilft bei Frauenkrankheiten und Menstuationsbeschwerden. Gerne wird sie auch eingesetzt bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Bluthochdruck, Diabetes, Durchblutungsstörungen, Durchfall, Erkältung, Gicht, Gallenkoliken, Gastritis, Herzschwäche, Kopfschmerzen, Kreislaufschwäche, Nierenschwäche, Rheuma und Verstopfung,
Als Tinktur stärkt sie die Verdauung und das Herz, beruhigt das Nervensystem, hilft beim Entgiften und heilt Wunden und Ekzeme.

Thymian - Thymus vulgaris

Der Thymian ist bei uns hauptsächlich als Gewürz bekannt. Er hat jedoch auch Heilkräfte. Die Pflanze kommt in den Mittelmeerländern vor, ist aber auch bei uns heimisch. Die strauchartige Pflanze hat schmale, am Rand eingerollte Blätter, die kurze Stile besitzen und spitz zulaufen.

Bereits im Altertum war der Thymian beliebt, da er einen aromatischen Geruch und eine keimtötende Wirkung hat. Aus diesen Gründen benutzen ihn die alten Ägypter zur Einbalsamierung ihrer Toten. Der Name der Pflanze kommt wahrscheinlich auch aus dem Ägyptischen. Mönche brachten den Thymian schließlich über die Alpen zu uns. Die Pflanze wurde damals in Klostergärten angebaut. Der wild wachsende Thymian ist dem im Garten wachsenden in der Heilwirkung überlegen.

Die Verwendung von Thymian in der Küche ist vielfältig: zu Suppen, Gemüse (speziell Tomaten, Kartoffeln, Kürbis, Auberginen und Gemüsepaprika), Fisch, Blut- und Leberwürsten, Hackbraten, Nieren und Leberknödeln, für Füllungen, zu Fleisch-, Wild- und Geflügelgerichten, zu Fleischbrühe und Schalentieren. Zitronenthymian passt besonders gut zu Geflügel, Fisch, scharfen Gemüsen, Fruchtsalat und Konfitüre.

Thymian benötigt einen sonnigen Platz. Nur wenn der Boden nährstoffarm ist, bildet Thymian sein volles Aroma aus. Thymian mag es eher trocken als feucht, damit ist er eine ideale Steingartenpflanze.

Im März kann Thymian im Haus ausgesät werden, die Samen keimen innerhalb von einer Woche. Für den Winter benötigt Thymian einen Schutz gegen Frost, wie Rosmarin und Salbei sollte er mit Reisig abgedeckt werden. Kohlpflanzen profitieren davon, wenn Thymian in ihrer Nähe wächst.

Wirkung und Anwendung:
Thymian wirkt keimtötend, wird bei Lungenerkrankungen, wie Bronchitis, Asthma und Reizhusten angewendet und hat eine ausgleichende Wirkung auf die Verdauungsorgane. Thymian wirkt stimmungsaufhellend, stärkt die Nerven, behebt Ermüdungs- und Schwächezustände und stimuliert Psyche und Physis. Die Produktion weißer Blutkörperchen soll durch Thymian angeregt werden. Das Thymian- und Quendel-Öl findet bei der Herstellung von Mundwässern und Zahnpasten Verwendung.

Die Einnahme größerer Dosen sollten Herzkranke und Schwangere vermeiden.

Zitronenmelisse - Melissa officinalis

Die Heimat der Zitronenmelisse, die auch kurz nur Melisse genannt wird, liegt im östlichen Mittelmeergebiet und in Vorderasien. Die Griechen benutzten sie als Kuchengewürz. Die Melisse war bei den Römern der Diana geweiht, und Paracelsus hielt sie für ein Lebenselixier. Melisse war Bestandteil der Bauern- und Klostergärten. 1611 entstand in Mitteleuropa der Melissengeist.

Die frischen Blätter eignen sich für Salate, Wild- und Fisch-, Geflügel- und Pilzgerichte, Eierspeisen, Kräutersoßen, Mayonnaise, Sauerkraut, Salzheringe, Fruchtsuppen und -salate, Gelees, Fruchtsaft und Bowlen. Nicht zu vergessen ist das frische Melissen-Blättchen auf dem Nachtisch. Das Öl wird in der Lebensmittelindustrie anstelle des teureren Zitronenöls verwendet. Auch in der Getränke- und Likörindustrie wird Melissenöl eingesetzt.

Zitronenmelisse ist eine anspruchslose Pflanze mit einem starken Vermehrungsdrang. Sie kann aus Samen herangezogen werden, oder aus Stecklingen oder durch Wurzelstockteilung. Werden die Blütenstände im Sommer nicht rechtzeitig abgeschnitten, kommt es im Garten im nächsten Jahr zu einer wahren Massenentwicklung von Zitronenmelisse. Am besten gedeiht Zitronenmelisse an einem sonnigen, windgeschützten Platz mit durchlässigem, humusreichem Boden. In ungünstigen Lagen empfiehlt es sich, die Zitronenmelisse im Winter abzudecken.

Wirkung und Anwendung:
Zitronenmelisse ist reich an ätherischem Öl, das eine beruhigende und nervenstärkende Wirkung hat, bei unregelmäßiger Herzfunktion hilft und bei Migräne, Schlaflosigkeit, nervösen Schlaf- und Magenbeschwerden angewendet wird. Melisse wirkt krampflösend, vor allem bei Krämpfen nervöser Ursache oder bei Verstimmungen auch der Unterleibsorgane.
 

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