Das Thema des Monats - Februar

Die Tage werden spürbar heller und länger, das Leben erwacht, Sonnenhungrige kommen wieder auf ihre Kosten. Der kürzeste Monat des Jahres bringt uns aber auch noch oft Sturm, Schnee und Kälte.
Auf unserem Speiseplan steht in der Region angebautes, saisonal verfügbares Obst und Gemüse. Das schmeckt nicht nur gut, es vermeidet auch unnötige Umweltbelastung, die durch weite Transportwege und unnötigen Wasserverbrauch in trockenen Regionen unserer Erde entstehen.

Wir genießen Wintersalate z.B. Chicorée, Feldsalat und Portulak. Kohl- und Wurzelgemüse, Zwiebeln und Lauch bringen viel Farbe und Vitamine auf unsere Teller.

 

Feste und Brauchtum

2. Februar - Maria Lichtmeß

Es ist das Fest er Darstellung Jesu im Tempel. Der greise Simeon, der schon lange auf den Messias gewartet hat, erkennt in diesem Kind das Licht der Welt. In den Kirchen werden Lichterprozessionen abgehalten und die Kerzen für das ganze Jahr geweiht. So auch die "dunkle Wetterkerze", die Hagel und Blitzschlag abwenden soll. Es endet die Weihnachtszeit, Christbäume und Weihnachtskrippen werden abgebaut.

Früher konnten am Lichtmeßtag Mägde und Knechte ihren Dienstplatz wechseln (Schlenkeltag) und ein paar Tage "Jahresurlaub" nehmen. An diesem Tag erhielten sie ihren Jahreslohn.

Für den Lichtmeßtag gibt es auch viele Wettervorhersagen.

 

3. Februar -  Blasius

Der Hl. Blasius soll einen Buben, der eine Fischgräte verschluckt hatte, gesegnet und ihm somit das Leben gerettet haben. Mit dem Blasiussegen, den der Priester mit zwei brennenden, gekreuzten Kerzen erteilt, erhoffen sich die Gläubigen Schutz vor Halsleiden und jeglichen Erkrankungen.

 

14. Februar - Valentin

Am Valentinstag beschenkt man seine Liebste oft mit Blumen. Seinen Ursprung hat dieser Brauch wahrscheinlich im alten Rom, wo der Ehegöttin Juno schon damals der Altar mit Blumen geschmückt wurde und man den Frauen Blumen schenkte.

 

Unsere Pflanzenwelt

Die Gartenlieber(innen) werden jetzt langsam wieder ungeduldig und planen für die kommende Gartensaison. Anbaupläne werden geschmiedet und Saatgut bestellt.

 

  • Auf der warmen Fensterbank keimt Kresse, die wir im Abstand von zwei Wochen zum Frischverzehr aussäen. 
  • Anfang Februar beginnen wir mit dem Aussäen von Sommerblumen mit langer Entwicklungszeit, da sie sonst im Sommer erst spät blühen, z.B. Löwenmaul, Schwarzäugige Susanne und Cosmea. Die feinen Samen nur andrücken und sehr dünn mit Erde bedecken (Lichtkeimer).
  • Tomaten und Paprika säen wir erst Ende Februar - Anfang März aus. Sie bilden sonst durch den Lichtmangel dünne, lange Triebe Die optimale Keimtemperatur liegt bei 22 bis 25° C. Wenn die ersten Blätter sichtbar sind, die man mit den Fingern gut greifen kann, werden die Pflänzchen in kleine Töpfe vereinzelt und hell, aber etwas kühler aufgestellt.
  • Im Februar ist der optimale Zeitpunkt zum Rückschnitt der Kübelpflanzen. Schneidet man später, verschiebt sich der Beginn der Blütezeit. Geranien schneiden wir kräftig zurück. Fuchsien, Bougainvillea und andere Kübelpflanzen werden um 1/3 bis 1/2 zurückgeschnitten, so erhält man schöne Stämme. Nach dem Umtopfen in frische Erde die Pflanzen hell und warm stellen, am besten im Zimmer über einer Heizung am Südfenster. Gießen nicht vergessen!
  • Obstbäume und Gehölze schneiden wir an frostfreien Tagen. Bei jungen Obstbäumen schneiden wir sparsam, weil ein starker Schnitt das Triebwachstum stark anregt, was den Ertrag verringert. Zur Anregung der Blüte kann man Äste waagrecht binden.
  • Obstbäume vor Frost schützen. Große Temperatur-unterschiede im Februar können zu Frostrissen führen. Das können wir durch Umwickeln mit Matten, durch einen Anstrich mit Kalkbrühe oder noch besser mit Fertigpräparaten vom Fachhandel verhindern. Bereits aufgetretene Frostrisse glatt und sauber ausschneiden und mit Wundverschlußmittel versorgen.

 

 

 

Unser Vitalhof - Tipp

Der Monat Februar steht ganz im Zeichen des Faschings. Er ist der Monat der Faschingsbälle und Faschingsumzüge.

Aber Vorsicht! Bei geselligen Veranstaltungen steigt das Risiko einer Ansteckung. Der Hals kratzt, die Nase läuft, die Glieder schmerzen. Da greift man gerne zu alten Hausmitteln. Hier eine kleine Auswahl:

 

  • Suppe statt Kaltschale. In der kalten Jahreszeit bekommt eine warme, "deftigere" Kost den Vorzug. Bei Erkältung hilft vor allem eine Hühnersuppe. Die entzündungshemmende Wirkung der Hühnersuppe läßt sich noch steigern, wenn man ein Stück Ingwerwurzel und etwas Chili mitkocht.
  • Schweißtreibende Tees. Als Getränk ist ein Lindenblüten- oder Hollerblütentee nicht nur bei einem bereits vorhandenen Infekt empfehlenswert, sondern auch zur Vorbeugung.
  • Hollersaft gegen Erkätung - 1/2 Tasse Hollersaft wird mit kochendem Wasser und dem Saft einer 1/2 Zitrone aufgefüllt, mit Honig gesüßt und sofort getrunken.
  • Erkältungstrunk mit Bier lindert Husten und schützt vor Erkältungskrankheiten - 1/4 ldunkles Bier oder Pils mit einem Eigelb und etwas Honig mischen, erwärmen, nicht erhitzen, in kleinen Schlucken trinken.
  • Zwiebelsirup lindert Husten, wirkt schleimlösend und entzündungshemmend - 2 Zwiebeln in Stücke schneiden, mit 200 ml Wasser und 1 EL Honig köcheln, bis der Sirup eindickt. Abseihen und noch 1 EL Honig dazugeben. 5 - 7 Mal täglich 1 - 2 TL einnehmen.
  • Ansteigendes Fußbad. Wenn man an kalten Füßen leidet oder wenn man das Gefühl hat, dass eine Erkältung im Anmarsch ist, hilft abends ein ansteigendes Fußbad. Dazu die Füße in ein warmes Wasserbad stellen, nach und nach immer wieder heißes Wasser dazu gießen. Wer mag, kann eine Handvoll getrocknete Kräuter zugeben - Rosmarin wirkt anregend, Lavendel beruhigend. Danach abtrocknen und ab ins Bett!
  • Heizungsluft meiden. Die Raumfeuchte sollte zwischen 40 und 70 Prozent liegen. Bei niedrigeren Werten trocknen die Schleimhäute aus und die Infektanfälligkeit wird erhöht. Abhilfe können feuchte Tücher schaffen, die man im Raum aufhängt und natürlich viel frische Luft!
  • Wadenwickel. Er empfiehlt sich bei leichten Erkältungskrankheiten, die mit Fieber verbunden sind. Aber nur anlegen, wenn uns der Körper durch Schwitzen anzeigt, dass er das Fieber senken will. Niemals bei Frieren oder Frösteln mit Wadenwickeln beginnen, auch wenn hohes Fieber besteht. Unbedingt den Arzt zu Rate ziehen, wenn das Fieber länger anhält.
  • Brustwickel mit Kartoffeln lindern chronische Bronchitis, mildern Hustenreiz und lösen Schleim. Die Kartoffeln speichern die Wärme lange. Drei bis vier gekochte, warme Kartoffeln in ein Baumwolltuch legen, zusammenfalten und  zerdrücken. Dann unbedingt die Wärme an der Wange prüfen, bevor der Wickel auf die Brust gelegt wird. Mit einem Handtuch abdecken.
  • Halswickel. Beim ersten Kratzen im Hals, bei Halsschmerzen und Mandelentzündung hat sich ein Halswickel mit Topfenauflage bewährt. Dazu streicht man einen Zentimeter dick frischen zimmerwarmen Topfen (Quark) auf ein Leinentuch und umwickelt damit den Hals. Darüber legen wir ein trockenes Leinentuch. Einen Wollschal darüberbinden und ungefähr 30 Minuten wirken lassen.
  • Kopfschmerzen. Eine Empfehlung zu Schluß - bei leichtem Kater hilft ein starker schwarzer Kaffee mit dem Saft einer halben Zitrone.

 

 

Jetzt aber viel Spaß beim Feiern und gute Besserung, sollte doch einmal eine Erkältung im Anmarsch sein!

 

 

 

 

 

Bauern- und Wetterregel

Ist´s an Lichtmeß hell und rein, wird´s ein langer Winter sein.

Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.

 


 

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Maria Waldhauser
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